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Moovit Global Public Transport Report 2020 analysiert Mobilitätsverhalten in deutschen Metropolregionen

Moovit, ein Intel Unternehmen und führender Lösungsanbieter für Mobility-as-a-Service (MaaS) sowie Entwickler der erfolgreichsten App für städtische Mobilität, hat seinen Global Public Transport Report 2020 vorgestellt. Der Bericht kombiniert die weltweite Analyse von öffentlichen Verkehrsmitteln mit einer durchgeführten Nutzerumfrage. Untersucht wurde unter anderem die durchschnittliche Dauer von Pendelfahrten, Fußwegen und Wartezeiten sowie die Anzahl von Umstiegen in Bus, Bahn oder Tram. Weitere Bestandteile des Reports sind darüber hinaus die Nachfrage nach mobilen Bezahlmöglichkeiten im ÖPNV sowie Auswirkungen auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch die COVID-19-Pandemie im Vergleich 2019 und 2020. Die Ergebnisse geben Einblicke in das Mobilitätsverhalten von Einwohnern in 104 Metropolen in 28 Ländern. In Deutschland wurden die Regionen Berlin-Brandenburg, München, Rhein-Main und Rhein-Ruhr analysiert.

Besonders Pendlerfreudig: München hat kürzeste Wege

Pendelnde in der Region Berlin-Brandenburg müssen mit durchschnittlich 50 Minuten pro Fahrt im Deutschlandvergleich die meiste Zeit einplanen. Am schnellsten kommen die Münchner, mit lediglich 40 Minuten Reisezeit im Schnitt, an ihr Ziel. Im Rhein-Main-Gebiet vergehen pro Pendelstrecke 44 Minuten, in der Rhein-Ruhr-Region 42 Minuten. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Regionen aber pendlerfreundlich: Spitzenreiter ist die indonesische Hauptstadt Jakarta, in der im Mittel 71 Minuten pro Fahrt eingeplant werden muss.

Pendler in Berlin-Brandenburg müssen Geduld mitbringen

In Deutschland müssen bis zu zwei Drittel der Pendler mindestens einmal umsteigen. Dies kann sich erheblich auf die Gesamtfahrzeit auswirken. In Berlin-Brandenburg beinhalteten knapp 33 Prozent der Reiserouten mindestens drei Transfers, was in der Rhein-Ruhr-Region auf lediglich rund 17 Prozent der Fahrten zutrifft. Die gesamte Wartezeit pro Fahrt summiert sich in der Region rund um Frankfurt am Main auf insgesamt 11 Minuten, dicht gefolgt von Berlin-Brandenburg und der Rhein-Ruhr-Region mit jeweils 10 Minuten. Spitzenreiter ist München mit 9 Minuten Wartezeit an Bushaltestellen, U-Bahnhöfen und Co. Der internationale Spitzenwert kommt aus der brasilianischen Stadt Recife – Fahrgäste müssen dort dreimal so lange Warten (31 Minuten) als hier in Deutschland.

Längste Fußwege in der Rhein-Ruhr-Region

Nicht nur das Warten auf den Bus kann eine Fahrt in die Länge ziehen: In der Region Rhein-Ruhr müssen Pendler bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln im Durchschnitt 673 Meter zu Fuß zurücklegen. Direkt dahinter reiht sich München mit 633 Metern Fußweg in das Ranking ein. Mit 563 Metern beziehungsweise 548 Metern liegen Berlin-Brandenburg und das Rhein-Main-Gebiet auf dem dritten und vierten Platz. Anders sieht es weltweit aus: Pendelnde in Curitiba (Brasilien) legen mit 1,36 Kilometern durchschnittlich den längsten Weg zu Fuß zurück.

Erkenntnisse für die Mobilität der Zukunft

„Wir leben in einer Zeit, in der Daten wichtiger sind als je zuvor“, sagt Yovav Meydad, Chief Growth und Marketing Officer bei Moovit. „Besonders im öffentlichen Personennahverkehr kann die Auswertung von Daten Städte und Verkehrsbetriebe dabei unterstützen, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, was Fahrgäste benötigen, um häufiger den ÖPNV zu nutzen. Der diesjährige Report ist wieder ein hilfreiches Werkzeug für Verkehrsbetriebe und Kommunen, um Lücken zu schließen und die Mobilität in ihrer Stadt am Laufen zu halten.“

Die Daten aus dem Global Public Transport Report geben Ausschluss darüber, dass Fahrgäste öffentliche Verkehrsmittel oder Shared-Mobility-Angebote nutzen, wenn diese besonders sicher und bequem sind. Zukünftig wird dies etwa auch Robotaxi-Dienste umfassen. Um ihre gemeinsame Vision von Mobility-as-a-Service (MaaS) zu verwirklichen, plant Mobileye, ein führendes Unternehmen im Bereich der autonomen Fahrzeugtechnologien und Schwesterunternehmen von Moovit, die Erkenntnisse von Moovit zu nutzen, um weltweit autonomes MaaS in Schlüsselmärkten anzubieten. Die von Millionen Menschen genutzte Mobilitäts-App von Moovit und das fundierte Know-how über Mobilitätsmuster ermöglichen es Mobileye, ab 2022 Robotaxi-Dienste anzubieten – sowohl als eigenständige Lösung als auch in Partnerschaft mit Verkehrsbetrieben.

Weitere Informationen zu den Statistiken, einschließlich Daten zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die ÖPNV-Nutzung, zur Akzeptanz von Mobile Payment im öffentlichen Nahverkehr, zu Mikromobilität sowie zu den Gründen und den Hindernissen für deren Nutzung, sind hier im Moovit Global Public Transport Report einsehbar.

Weitere Informationen: Moovit Global Public Transport Report

Hinweis zur Verwendung der Daten

Der Moovit 2020 Global Public Transport Report stellt eine hilfreiche Informationsbasis für Stadtentwickler auf der ganzen Welt dar. Die Daten stehen unter der Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung und können für Artikel, Nachrichten sowie Forschungsarbeiten verwendet werden, solange Moovit als Quelle angegeben wird, einschließlich einer Verlinkung auf www.moovit.com.

Hinweis zur Datengrundlage

Aufgrund der umfangreichen Abdeckung durch Moovit außerhalb der Stadtzentren, umfassen die genannten Städte im Moovit Report auch die Gebiete in der unmittelbaren Umgebung der jeweiligen Stadt.

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